Mit System zur sicheren Praxis: Hygieneplan bequem erstellen
Ein strukturierter Hygieneplan schafft klare Abläufe für Reinigung, Desinfektion und Infektionsschutz in therapeutischen und heilberuflichen Praxen. Er sichert einheitliche Standards im gesamten Praxisalltag und dient bei Begehungen als verlässlicher Nachweis.
Hygiene in der Heil- und Therapiepraxis – Für wen sie unverzichtbar ist
In Praxen der Heil- und Therapieberufe treffen viele Patient:innen, Behandlungen und gemeinsam genutzte Materialien aufeinander. Dadurch entstehen besondere Anforderungen an die Hygiene [Linkziel: mein-hygieneplan.de/hygiene/] – zum Infektionsschutz von Angestellten und Patient:innen.
Je nach Therapiebereich ergeben sich unterschiedliche Hygienerisiken im Praxisalltag:
| Therapiebereich | Typische Hygienerisiken |
|---|---|
Physiotherapie | Hautkontakt, gemeinsam genutzte Liegen und Trainingsgeräte |
Ergotherapie | Materialien und Hilfsmittel mit Mehrfachnutzung |
Logopädie | Nähe zu Mund und Atemwegen, Kontakt mit Speichel |
Osteopathie | intensiver manueller Kontakt, Behandlung auf Liegen |
Heilpraktische Praxis | je nach Verfahren Hautkontakt, teilweise invasive Maßnahmen |
Rechtliche Grundlagen für Hygiene in der Praxis
Hygieneanforderungen in therapeutischen und heilberuflichen Einrichtungen ergeben sich aus gesetzlichen Vorgaben und fachlichen Empfehlungen. Umfang und Ausgestaltung richten sich nach den angebotenen Leistungen.
Gesetzliche Grundlagen und Leitlinien
Zu den zentralen Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien [Linkziel: /wissen/hygienevorschriften-pflichten/] zählen:
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) richtet ihre Anforderungen gezielt an Praxen mit direktem Patientenkontakt. Sie gibt klare, praxisnahe Vorgaben für den Arbeitsalltag.
Grundlage bildet die systematische Einschätzung von Infektionsrisiken im Umgang mit Patient:innen, Materialien und Behandlungsabläufen. Darauf aufbauend entstehen verbindliche Standards für hygienisches Arbeiten – in der Praxis und bei Hausbesuchen.
Praktische Umsetzung im Betrieb

Rechtliche Vorgaben formulieren Hygienestandards meist übergeordnet und ohne konkrete Details. Verbindliche Abläufe für den Therapiealltag entstehen erst durch eine strukturierte Ausarbeitung.
Ein Hygieneplan bildet die Grundlage für eine zuverlässige Umsetzung in der Praxis. Ein darauf abgestimmter Desinfektions- und Hautschutzplan konkretisiert einzelne Maßnahmen und sorgt für einheitliche Standards im Umgang mit Flächen, Materialien und Händen. Regelmäßige Überprüfung und gezielte Anpassungen halten alle drei Pläne auf dem aktuellen Stand.
Schnell und einfach zum Hygieneplan!
Mit den Vorlagen von schülke entsteht ein passgenauer Hygieneplan für Ihre Praxis.
Strukturierte Vorgaben für Reinigung und Desinfektion bringen Übersicht in den Alltag und sichern verlässliche Hygienestandards.
Maßnahmen im Hygieneplan für therapeutische und heilberufliche Praxen
Der Alltag therapeutischer und heilberuflicher Praxen umfasst unterschiedliche Behandlungen und Patientengruppen – in der Praxis ebenso wie beim Hausbesuch. Ein für alle Mitarbeiter:innen zugänglicher und verbindlich eingeführter Hygieneplan schafft eine klare Grundlage und strukturiert die zentralen Hygienemaßnahmen im Betrieb. Ein Reinigungs- und Desinfektionsplan legt fest, welche Mittel in welchen Bereichen der Praxis zum Einsatz kommen und wie die Umsetzung erfolgt.
Händewaschen erfolgt u.a. vor Arbeitsbeginn, bei sichtbarer Verschmutzung (einschließlich Massageölen) sowie nach dem Toilettengang.
Durchführung:
Hände mit Wasser anfeuchten
Seife auf allen Handpartien verteilen
Etwa 20 bis 30 Sekunden einreiben (inkl. Fingerzwischenräume, Daumen, Fingerspitzen)
Gründlich abspülen
- Mit Einmalhandtuch trocknen
Die Desinfektion der Hände erfolgt vor und nach jeder Behandlung, nach Kontakt mit potenziell infektiösem Material oder Körperflüssigkeiten sowie der unmittelbaren Patientenumgebung und nach dem Naseputzen und dem Toilettenbesuch.
Durchführung:
Ausreichende Menge Desinfektionsmittel auf trockene Hände geben
Alle Handbereiche vollständig benetzen
- Mindestens 30 Sekunden lang feuchthalten
Die Wahl der Schutzkleidung richtet sich nach Art der Behandlung:
Einmalhandschuhe bei direktem Hautkontakt mit erhöhtem Risiko oder Kontakt zu Körperflüssigkeiten
Flüssigkeitsdichte Handschuhe bei Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten
Mund-Nasen-Schutz bei Infektionsrisiko oder bei entsprechenden Vorgaben
Bei Bedarf Schutzkleidung wie Kittel oder Schürzen
äglicher Wechsel der Arbeitskleidung
- Kein Schmuck an den Händen, Haare zusammenbinden
Gezielte Schutzmaßnahmen reduzieren Übertragungsrisiken und sichern den Umgang mit besonders empfindlichen Patientengruppen:
Behandlung bei Infektzeichen nur unter angepassten Schutzmaßnahmen durchführen
Zeitliche Trennung oder Anpassung von Terminen bei erhöhtem Risiko berücksichtigen
Kontaktflächen und Liegen nach jeder Behandlung desinfizieren
Sensiblen Patientengruppen besondere Aufmerksamkeit widmen, beispielsweise bei chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem
Alle Praxisräume müssen leicht zu reinigen und desinfizierbar sein:
Fugenarme, abwaschbare Böden, keine textilen Beläge in Behandlungsräumen
Glatte, desinfizierbare Arbeitsflächen
Ausstattung der Sanitärräume mit Spendern, Einmalhandtüchern und Treteimern
Regelmäßige und ausreichende Lüftung
Klar definierte Reinigungs- und Desinfektionspläne – auch von Kühlschränken oder Regalen
Alle verwendeten Materialien und Geräte erfordern nach jeder Anwendung eine Reinigung und – je nach Kontakt – eine Desinfektion. Dazu zählen:
Therapieliegen und Lagerungshilfen
Trainingsgeräte und Kleingeräte
Badewannen, Anti-Rutschmatten und Personenwaagen
Kontaktflächen oder Bedienelemente wie Monitore oder Tastaturen
Einwegmaterialien kommen dann zum Einsatz, wenn ein hygienischer Mehrfachgebrauch nicht sinnvoll ist. Typische Beispiele sind Einwegauflagen und Abdeckungen sowie Verbrauchsmaterialien mit direktem Patientenkontakt.
Ein strukturierter Umgang mit Textilien unterstützt klare Hygienestandards im Praxisalltag und verhindert eine Verschleppung von Keimen:
Sammlung in geeigneten Behältnissen
Reinigung bei mindestens 60 Grad Celsius
- Einsatz geeigneter desinfizierender Waschmittel
Eine konsequente Abfalltrennung reduziert Risiken und sorgt für sichere Abläufe in der Praxis:
Normale Praxisabfälle getrennt sammeln
Kontaminierte Materialien wie Nadeln in verschließbaren, stich- und bruchfesten Behältnissen entsorgen
- Regionale Entsorgungsvorschriften einhalten
Hygiene- und Desinfektionsplan erstellen – individuell und kostenlos für Ihre Praxis
Im Praxisalltag treffen klare Anforderungen auf begrenzte Zeit und Ressourcen. Gleichzeitig bedarf es Desinfektions- und Hygienepläne, die sich schnell anpassen lassen und die Abläufe in Praxis und Hausbesuch präzise widerspiegeln. Standardisierte Word-Vorlagen stoßen hier schnell an ihre Grenzen – genau hier setzt schülke an.
mein hygieneplan: Vorteile, die überzeugen
Egal ob Praxis für Physio- oder Ergotherapie, Logopädie oder Osteopathie usw. – dank der praktischen Vorlagen und Muster überzeugt das Onlinetool mein hygieneplan mit zahlreichen Vorteilen:
Schnell erstellt, ohne Umwege – aktuelle Vorgaben bereits integriert
Rechtssicher aufgebaut – jederzeit flexibel anpassbar
Klare Abläufe – spart Zeit im Alltag
- Kostenfrei nutzbar
So funktioniert mein hygieneplan
Mit dem kostenlosen Tool erstellen Sie in wenigen Schritten einen Hygieneplan für Ihre Praxis, der die Abläufe klar strukturiert und sich direkt im Alltag umsetzen lässt:
Zugang einrichten
Sie registrieren sich kostenfrei und erhalten Zugriff auf vorbereitete Vorlagen für Heil- und Therapiepraxen.Abläufe abbilden
Sie wählen eine Vorlage und passen sie gezielt u.a. an Ihre Behandlungen, Räume und Hausbesuche an.Plan nutzen
Sie speichern den fertigen Hygieneplan als PDF und setzen ihn direkt im Alltag Ihrer Praxis ein.
FAQs zum Hygieneplan für therapeutische und heilberufliche Praxen
Der Hygieneplan gibt vor, wie therapeutische Praxen Hygienemaßnahmen konsequent umsetzen. Hierzu zählen Händedesinfektion, regelmäßige Flächendesinfektion, den hygienischen Umgang mit Textilien und die sichere Aufbereitung mehrfach genutzter Materialien.
Ein Hygieneplan für die physiotherapeutische Praxis definiert klare Vorgaben zu Händehygiene, Flächen- und Instrumentenaufbereitung, Infektionsschutz, Umgang mit Wäsche und Abfällen sowie Regelungen für Hausbesuche, Zuständigkeiten und Dokumentation.
Ja. Ein Desinfektionsplan legt verbindlich fest, was, wann, wie, wer womit und mit welchen Mitteln Desinfektionsmaßnahmen in der Praxis erfolgen.
Für Heilpraktiker gelten unter anderem das Infektionsschutzgesetz, die Hygieneverordnungen der Bundesländer sowie die Vorgaben der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

Jetzt kostenlos starten – in 3 Schritten zum fertigen Plan
So einfach geht's:
- Kostenlos registrieren – einmalig, unkompliziert, ohne versteckte Kosten.
- Branche & Vorlage wählen – verpflichtend an Ihre Einrichtung und Bedürfnisse anzupassen.
- PDF erstellen & fertig – zum Ausdrucken, Aufhängen und Versenden.
- [1]Gesetze-im-internet.de, www.gesetze-im-internet.de/ifsg/index.html
- [2]„Infektionsschutz“. Hygiene-medizinprodukte.de, www.hygiene-medizinprodukte.de/rechtsgrundlagen/infektionsschutz
- [3]„Empfehlungen der Kommission für Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und in Einrichtungen und Unternehmen der Pflege und Eingliederungshilfe (KRINKO)“. Rki.de, 13. Februar 2024, www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Krankenhaushygiene/KRINKO/Empfehlungen-der-KRINKO/empfehlungen-der-krinko-node.html.
- [4]„BAuA - Regelwerk - Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin“. Baua.de, www.baua.de/DE/Angebote/Regelwerk/TRBA/TRBA
- [5]„Sichere Seiten für die Branche Therapeutische Praxen - bgw-online“. Bgw-online.de, www.bgw-online.de/bgw-online-de/service/medien-arbeitshilfen/sichere-seiten/therapeutische-praxen-21010